Wann ist Weihnachten?

„Am 24. Dezember!“, wird die Antwort meist lauten. Doch das ist nicht ganz richtig. Weihnachten ist am 25. Dezember; der Heiligabend, also der 24. Dezember, ist vielmehr der Vorabend des Festes.

In der Antike und im Judentum endete der Tag mit Sonnenuntergang; der Abend gehörte also schon zum Folgetag. So wie die Juden auch den Sabbat bereits am Freitagabend mit dem Untergehen der Sonne feiern, so gehört auch der „Weihnachtsabend“ schon zum Weihnachtsfest.

Die traditionellen Gottesdienste des Heiligabends, Christvesper und Christmette, dienen der Einleitung des eigentlichen Festes am 1. Weihnachtstag.

Mittlerweile hat sich jedoch der ursprüngliche Vorabend im Bewusstsein der Menschen zum eigentlichen Weihnachtsfest gewandelt. Dem tragen wir durch drei große Gottesdienste Rechnung, ohne dabei zu vergessen, dass das eigentliche Fest der 25. Dezember ist.

Fällt in die Zeit zwischen den Jahren ein Sonntag, so feiern wir diesen oft als Liedgottesdienst, in dem wir die vielen schönen Weihnachtslieder – nicht nur aus dem Gesangbuch! – singen können.

Jahreswechsel

Silvester und Neujahr sind keine kirchlichen Feste im eigentlichen Sinne. Dennoch ist es eine gute Tradition, das alte Jahr mit einem Gottesdienst zu beschließen und das neue ebenso zu beginnen.

Den Gottesdienst am Silvesterabend feiern wir traditionell ökumenisch. Am 31. Dezember um 17 Uhr findet er im Wechsel in der evangelischen oder der katholischen Kirche statt.

Das neue Jahr beginnen wir am 1. Januar – ebenfalls um 17 Uhr (auch wenn es ein Sonntag ist) – mit einem Abendmahlsgottesdienst. Fällt Neujahr auf einen Samstag, so feiern wir den Neujahrsgottesdienst am Sonntag darauf.

Epiphanias

Am 6. Januar feiern die Kirchen das Epiphaniasfest, das Fest der Erscheinung des Herrn. In den Kirchen des Ostens ist das heute noch das eigentliche Weihnachtsfest.

Die westlichen Kirchen feiern dieses Datum als Dreikönigsfest, das an die Anbetung durch die Weisen aus dem Morgenlande erinnert. In Hessen ist dies kein gesetzlicher Feiertag. Darum wird das Epiphaniasfest am darauffolgenden Sonntag begangen.

Die Sonntage danach werden bis zu den drei Sonntagen vor der Passionszeit „nach Epiphanias“ gezählt. Ihre Zahl schwankt, da sich Weihnachten und Epiphanias nach dem Sonnenkalender richten, Ostern jedoch nach dem Mondkalender..

 
 
 
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