St. Martin

Der 11.11. ist nicht nur der Beginn des Karnevals, sondern das Fest des Heiligen Martin, der für seine Güte bekannt ist. Als Soldat erbarmte er sich eines Bettlers, mit dem er seinen Mantel teilte. 

In Falkenstein führt die jeweils vierte Klasse der Grundschule Falkenstein das Martinsspiel auf der Lichtung „Unter den Eichen“ hinter der evangelischen Kirche auf. Im Anschluss gibt es Martinswecken, Glühwein für die Erwachsenen und warme Getränke für die Kinder im Arno-Burckhardt-Saal.

Ausrichter dieser Feier sind der Heimatverein und unsere Kirchengemeinde im Wechsel.




Volkstrauertag

Der Volkstrauertag ist kein kirchlicher, sondern ein staatlicher Feiertag, der erstmals 1922 im Berliner Reichstag begangen wurde, und zwar am Sonntag Reminiszere, also in der Passionszeit. 1952 erst wurde er auf den vorletzten Sonntag des Kirchenjahres gelegt, den wir heute begehen.

Damit rückt das Gedenken an die Opfer der Gewaltherrschaft und des Krieges in einen anderen kirchlichen Zusammenhang. Stand es ursprünglich im Zusammenhang des Leidens Christi, ist es nun mit dem Weltgericht verbunden, dem Thema dieses vorletzten Sonntags im Kirchenjahr. Das Gedenken an die Toten von Krieg und Gewaltherrschaft steht nun im Licht des Evangeliums vom Weltgericht. 

Diese Gleichnis lehrt uns, im Nächsten Christus selbst zu erkennen. Das ist der Maßstab des Gerichtes, und es ist deutlich: Dieser Maßstab hätte vieles Grauen in der Geschichte verhindern können. 

Am Volkstrauertag erinnern wir an die Gefallenen unserer Gemeinde, deren Namen verlesen werden. Der Gesangverein gestaltet diesen Gottesdienst mit, ebenso die sich anschließende kommunale Feier am Ehrenmahl für die Gefallenen.

Buß- und Bettag

Seit der Buß- und Bettag als Feiertag abgeschafft wurde, ist vielen Menschen aufgegangen, was damit verloren ging. 

Um ein Ökumenisches Zeichen zu setzen, wird der Gottesdienst am Buß- und Bettag seither in Falkenstein ökumenisch gefeiert mit einem Abendgottesdienst um 18.00 Uhr, jeweils im Wechsel zwischen beiden Kirchen. Aus diesem Grund wird auch kein Abendmahl gefeiert.

Ewigkeitssonntag

Der letzte Sonntag im Kirchenjahr hat eine doppelte Prägung, die aus seinen beiden Namen hervorgeht: Ewigkeitssonntag und Totensonntag. 

Als Ewigkeitssonntag verweist er auf die „letzten Dinge“. Das Gleichnis von den klugen und den törichten Jungfrauen (Matthäus 25, 1–13) mahnt uns, nicht von der Erwartung abzulassen. 

Als Totensonntag ruft er uns zur Erinnerung an die Verstorbenen im Lichte der Hoffnung auf die Auferstehung. 

Zum Gottesdienst am Totensonntag werden alle eingeladen, die im zurückliegenden Kirchenjahr einen Angehörigen verloren haben. Die Verstorbenen werden im Fürbittengebet genannt und die Trauernden Gottes Trost anbefohlen. Trost und Kraft empfangen wir auch im Abendmahl. 

Zumeist erklingt auch besondere Musik im Gottesdienst, die uns auf andere Weise erreicht, als Worte dies vermögen.