Der Sonntagsgottesdienst

Das Leben der Gemeinde wird gegliedert durch den Sonntag, an dem sie sich zum Gottesdienst versammelt.

Der Sonntag als christlicher Festtag geht zurück auf den Tag der Auferstehung, die am Tag nach dem Sabbat stattfand. Bereits die ersten Christen trafen sich am ersten Tag der Woche, um das Mahl miteinander zu feiern. Jeder Sonntag ist also ein kleines Osterfest!

Feiert die Katholische Kirche den Sonntag mit der Messe, also der Feier der Eucharistie, so hat sich in den Kirchen der Reformation der Schwerpunkt auf die Verkündigung des Wortes Gottes verlegt.

Darum feiern die meisten Evangelischen Gemeinden außer zu den Hauptfesten nur einmal im Monat das Heilige Abendmahl. In unserer Gemeinde ist das in der Regel der erste Sonntag im Monat.

Die Liturgie des Gottesdienstes

Das Wort „Liturgie“ stammt aus dem Griechischen: „leiturgia“ bedeutet soviel wie „öffentlicher Dienst“. „Liturgie“ bezeichnet die Ordnung des Gottesdienstes. Sie besteht aus festen Stücken, die die Gemeinde mit Antwortgesängen (Responsorien) beschließt.

Die einzelnen Elemente dieser Ordnung gehen auf die Alte Kirche zurück. Darum sind manche nicht auf den ersten Blick verständlich. Doch die Würde dieser Feier verbindet uns mit den Christen durch alle Generationen und Zeiten.

Die Liturgie unseres Gottesdienstes entspricht im Wesentlichen der in der EKHN üblichen Form II (mit einer Lesung). Nach dem „Ehre sei Gott in der Höhe“ singen wir noch Lied 179, Vers 1, eine in vielen Gemeinden übliche Ergänzung. Wenn Sie unseren Gottesdienst besuchen, finden Sie die Liturgie vorne im Gesangbuch auf den Seiten 18ff (bzw. 21ff bei Abendmahlsgottesdiensten)

Auch unser Kindergottesdienst hat einen kindgerechten liturgischen Ablauf.

Familiengottesdienste folgen einer sehr reduzierten Liturgie. Hier steht ein Anspiel mit den beiden Handpuppen Fritz und Greta im Mittelpunkt, an das sich eine kurze Predigt anschließt..

Das Kirchenjahr

Wann beginnt das Kirchenjahr? Das ist eine beliebte Frage an die Konfirmanden. Und viele sind überrascht, dass es sozusagen eine eigene christliche Zeitrechnung gibt.

In der Geschichte waren die Kalendersysteme schwankend. Darum hat sich daneben ein eigenes Kirchenjahr herausgebildet, das durch den Ablauf der christlichen Feste bestimmt wird.

Das Kirchenjahr vollzieht die Heilsgeschichte nach. Es fällt in zwei Hälften:

Die „festliche Hälfte“ ist geprägt von den beiden Haupt-Festkreises um Weihnachten und Ostern. In dieser Hälfte finden alle großen Feste statt, die sich am Leben und Wirken Jesu orientieren. Die festliche Hälfte erstreckt sich vom Advent bis Pfingsten.

Die „festarme Hälfte“ bietet, wie der Name schon sagt, keine großen Feste mehr, sondern thematisiert das Leben der Kirche und der Christen. In diese Hälfte fallen kleinere Feste wie das Erntedankfest oder der Buß- und Bettag, die nicht mit den Leben Jesu verknüpft sind. Es endet jedoch mit dem Ausblick auf Weltgericht und Ewigkeit.

Und wann beginnt nun das Kirchenjahr?
Natürlich mit dem 1. Advent!

 
 
 
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