Einhundert Jahre Evangelische Kirche in Falkenstein – das haben wir am Sonntag, 6. Juli, mit einem großen Fest gefeiert.

Was für ein Fest! Es wird uns noch lange in Erinnerung bleiben!

Es sollte ein Fest sein, dass alle zusammenbringt: Alteingesessene und Zugezogene; die Konfessionen und die Vereine. Und das ist wunderbar gelungen, weil alle gerne mitgemacht haben! Die Vereine, unser Kindergarten, die Konfirmanden ... Und allem Zittern zum Trotz hatten wir wunderschönes Wetter!

Der Festgottesdienst

Der Tag begann um 11 Uhr mit einem festlichen Gottesdienst. Den passenden Rahmen erhielt der Gottesdienst durch festliche Bläsermusik.

Längst nicht alle, die den Gottesdienst besuchen wollten, fanden Platz. Etliche Gäste mussten den Gottesdienst von der Außentreppe verfolgen!

Aber auch wer nicht alles verstehen konnte, was gesagt wurde, kam in den Genuss der Bläsermusik unter der Leitung von Alexander Grün:

Auf dem Programm standen:

Thorsten Pech:„Dresden-Fanfare“für Trompeten, Hörner, Pauken und Orgel (komponiert zum Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche, neu eingerichtet von Alexander Grün)

John Rutter:„Nun danket alle Gott“

Richard Strauß:„Wiener Philharmoniker Fanfare“für Blechbläser u. Pauken

Musikalischer Höhepunkt waren drei Uraufführungen: Eigens für den Anlass hat der Falkensteiner Kirchenmusiker Alexander Grün die Choräle der Gemeinde für großes Blechbläserensemble, Schlagzeug, Orgel und Gemeinde arrangiert. Entstanden ist eine ebenso mitreißende wie komplexe Musik voller Symbolik, Verweise und Zitate, an der auch die Gemeinde mitwirken konnte.

Die ganze Kirche swingte, als das "Lobe den Herren den mächtigen König der Ehren" zur Titelmusik des Westerns "Die glorreichen Sieben" gesungen wurde!

 

Hier einige Bilder aus dem Gottesdienst, den auch der scheidende Propst Dr. Sigurd Rink und Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp mitfeierten. 
(Bilder: Hans Genthe, Öffentlichkeitsbeauftragter unseres Dekanates):

Die Festpredigt mit dem Titel „Unsere Väter hofften auf dich ...“ können Sie hier nachlesen.

Im Gottesdienst wurde auch Frau Gertraud Holl nach 13 Jahren treuem Dienst als Gemeindesekretärin verabschiedet:

Eigens für sie hatte Alexander Grün eine Fanfare komponiert, deren Noten ihr überreicht wurden. 

 

Kirmes Unter den Eichen

Um das Ereignis zu feiern, hatte sich der Kirchenvorstand etwas Besonderes ausgedacht: Wie in früheren Zeiten haben wir auf der Lichtung „Unter den Eichen“ eine Kirmes gefeiert! Eine besondere Freude war, dass die Falkensteiner Vereine dabei mitmachten!

Es war ein unvergleichlich schönes Fest für alle Falkensteiner! Alt und jung, Alteingesessene und Neuzugezogene haben miteinander gefeiert. So haben wir uns das gewünscht!

Die folgenden Bilder stammen von Hans Genthe, dem Öffentlichkeitsbeauftragten unseres Dekanates.

Dekan Dr. Fedler-Raupp und Propst Dr. Rink am Ausgang des Gottesdienstes.

Viele nutzen die Gelegenheit, sich von Propst Dr. Rink, dem früheren Gemeindepfarrer, zu verabschieden, der künftig als Militärbischof der EKD nach Berlin geht.
Rechts Pfarrer Breidenstein mit der Familie des früheren Küsters Heil, die zum Fest gekommen waren.

Nach dem Gottesdienst wurde zum Empfang im Freien gebeten:

Zum Gottesdienst war auch Pfarrer Helmut Assmann gekommen, der Enkel von Pfarrer Wilhelm Assmann aus Kronberg, der den Kirchenbau angestoßen hat:

Zwei „Helmuts“ begegnen einandern: „Ihr Großvater hat mich konfirmiert“, so Helmut Melzer, unser langjähriger Organist, zu Pfarrer Helmut Assmann.

Grußworte: Für die Nachbargemeinden gratuliert Dr. Axel Gollnick, Vorsitzender des Kirchenvorstands der Ev. Markusgemeinde Schönberg:

Die stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin Renate Herberholz überbringt Grüße des Kommunalparlamentes:

Für den Magistrat gratulierte der Erste Stadtrat Walter Krimmel:

Lieselotte Majer-Leonhardt, früher selbst Kirchenvorsteherin, bringt die Glückwünsche des Ortsbeirates:

Für die katholische Geschwister aus Christkönig Falkenstein gratuliert der Vorsitzende des Ortsausschusses, Walter Schäfer:

Die Katholische Gemeinde hatte auch ein Geschenk mitgebracht: Ein Rosenstock, der gemeinsam vor dem Arno-Burckhardt-Saal gepflanzt wurde:

Anschließend begann die Kirmes Unter den Eichen.

Mit dabei waren alle Falkensteiner Vereine! Z. B. der Heimatverein, der für das leibliche Wohl sorgte:

Auch Gabriele und Sigurd Rink schmecken die Würstchen!

Die Kirmes bot Attraktionen wie

Karussell
Sackhüpfen
Apfellauf
„Der heiße Draht“
Hüte basteln für Kinder
Kirchen-Quiz (nicht nur) für Kinder
Torwandschießen
Nägelschlagen
Wasserspritzen mit dem Feuerwehrschlauch

Und auch das gab es noch:  

14.30 Uhr Der Zauberer Gutelli trat auf

15.30 Uhr Eine Schatzsuche für Kinder, die die Konfirmanden vorbereitet hatten 

16.00 Uhr ein Erzählcafé: Geschichten über die Kirche und über Falkenstein

Ein große Attraktion für die Kinder war das Karussell: 

Beim Männergesangverein konnte man sich im Nägelschlagen ausprobieren:

Passend zur WM konnte man bei der TSG Falkenstein das Torwandschießen üben: 

Beim Kindergarten-Team konnte man sich wunderbare Hüte basteln:

Der Zauberer Gutelli zog die Kinder in seinen Bann:

Beim Erzählcafé wurden Geschichten von früher erzählt, z. B. von den Söhnen von Küster Heil (2. und 4. von links):

Und hier noch mehr Impressionen von unserem Fest: 

Erschöpft, aber glücklich: Mitglieder des KV und Mitarbeiter freuen sich über das schöne Fest und den großen Anklang, den es gefunden hat! 

 

Der Gemeindebrief zum Jubiläum

Folgen Sie einfach diesem Link und erfahren Sie etwas über die Geschichte unserer Kirche! 

(Aus Gründen des Datenschutzes ist die Online-Ausgabe etwas gekürzt.) 

 

Das Jubiläumsprogramm

Sonntag, 4. Mai, 17 Uhr 
„Die Kunst der Fuge“
Burnitz-Quartett: Lin Ye – Violine, Susanne Ye – Violine, Fabian von Schlabrendorff – Viola, Christa M. Ratjen – Violoncello
Ev. Martin-Luther-Kirche

Freitag, 13. Juni, 20 Uhr
„Der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt ...“
Die intensiven Bemühungen der evangelischen Falkensteiner
um eine eigene Kirche
Vortrag von Hermann Gross
Arno-Burckhardt-Saal

 

Sonntag, 6. Juli: Feier des 100jährigen Kirchenjubiläums

11 Uhr Festgottesdienst
mit festlicher Bläsermusik
Thorsten Pech: „Dresden-Fanfare“ für Trompeten, Pauken und Orgel
Richard Strauß: „Wiener Philharmoniker Fanfare“

anschließend Empfang und Mittagessen,

danach Kirmes rund um die Martin-Luther-Kirche 

 

Freitag, 19. September, 20 Uhr
„Von de Parre und de Kersch“
Mundart-Vortrag Hermann Gross
Arno-Burckhardt-Saal

Sonntag, 28. September, 17 Uhr
Konzert im Gedenken an Falkensteiner MusikerMartin-Luther-Kirche

Volkstrauertag, 16. November, 17 Uhr
„Kirchliche Verhältnisse in Falkenstein vom Mittelalter bis heute“
Vortrag Hermann Gross
(eine Veranstaltung des Heimatvereins)

 

 

100 Jahre Grundsteinlegung

Das Kirchenjubiläum 2014 wirft seine Schatten voraus: In diesem Jahr jährte sich die Grundsteinlegung zum 100. Mal. Am 27. Oktober 1912 fand die Feier der Grundsteinlegung statt. Ein würdiges Fest war das damals, zu dem sich hoher Besuch eingefunden hatte.

Die Taunuszeitung berichtete: 

„Hierauf wurden die üblichen Hammerschläge in folgender Weise von nachstehenden Personen vollzogen: I. Kgl. Hoheit Frau Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, Generalsuperintendent D. Mauer, Regierungspräsident Dr. von Meister, Landrat Ritter von Marx, Dekan Anthes, Pfarrer Assmann und die übrigen Geistlichen des Dekanats, Oberstabsarzt Dr. Krebs, Bürgermeister Hasselbach, Königli. Baurat Bleich, Kirchenbaumeister Hofmann, Kaufmann Remy Schepeler, Bauunternehmer und Kirchenvorsteher Ph. Feger, sowie die Vertreter Leonard Hasselbach und Georg Schalk.“ 


In einem Festgottesdienst, am 28. Oktober 2012, haben wir uns daran erinnert, worauf unsere Kirche gebaut ist.

Die Festpredigt von Pfarrer Breidenstein können sie hier gerne nachlesen.

 

Wir brauchen Ihre Erinnerung!

Befinden sich in Ihrem Besitz vielleicht Fotos oder andere Dokumente? Können Sie, z. B. aufgrund von Aufzeichnungen, Geschichten erzählen? Dann melden Sie sich bitte im Pfarramt! Wir freuen uns über jedes Detail!

  

100 Jahre Martin-Luther-Kirche

Als am 24. Mai des Jahres 1914 die Evangelische Kirche in Falkenstein eingeweiht wurde, ging ein langgehegter Wunsch der Evangelischen Gemeinde in Erfüllung. Hatte es seit der Reformation Evangelische in Falkenstein gegeben, ergab sich doch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Gelegenheit zum Kirchenbau, nicht zuletzt durch kaiserliche Unterstützung. 

Mit dem Bau beauftragt wurde der renommierte Herborner Kirchenbaumeister Ludwig Hofmann. Er verstand es, der Gemeinde eine Gebetsstätte von ganz eigenem Charakter zu bereiten. So war eine wichtige Voraussetzung geschaffen für das Wachstum der Gemeinde im Laufe des 20. Jahrhunderts.

 

 
 
 
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